Cornelia Krättli-Rieckmann
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Klangmassage
Auf einer Klangliege liegen heisst, in engem Kontakt mit dem Instrument, dem schwingenden Klangkörper sein. Körper, Seele und Geist werden von einer Klangwolke umhüllt und geraten mit den verschiedenen Schwingungen in Resonanz. Ziel einer Klangmassage ist es, energetische Blockaden in Körper und Psyche zu lösen. Die Klänge werden nicht nur mit den Ohren gehört, sondern mit dem ganzen Körper erfahren. Vom therapeutischen Gesichtspunkt her hat dies eine sehr entspannende, krampflösende Wirkung auf den Körper, z.B. bei stressbedingten Rücken- oder Kopfschmerzen, es steigert die Durchblutung der Gliedmassen und wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Die Klangvibrationen erreichen jede einzelne Zelle und bringen so Körper, Seele und Geist in Einklang.
Lebenston-Balance
In der Musikkinesiologie wird davon ausgegangen, dass jede Phase in der Entwicklung eines Menschen durch einen bestimmten, charakteristischen Ton und seine Vibration geprägt wird. Einen solchen Ton bezeichnen wir als den jeweiligen Lebenston. Es gibt zwar auch den Grundton der Seele, der uns unser ganzes Leben, von der Geburt bis zum Tod begleitet. Um diesen herauszufinden, braucht man allerdings eine längere innere Schulung, denn er liegt jenseits des körperlichen, des äusseren Hörens.
Dagegen sind es vor allem die Phasen in unserem Leben, die durch bestimmte, hörbare Töne eingeleitet und wieder beendet werden. Die Übergangszeiten zwischen zwei solcher Entwicklungsphasen, in denen unsere Seele jeweils einen neuen Ton anstimmt, kann man als Lebenskrisen bezeichnen.
Das Chromatochord ergänzt die Arbeit mit dem momentan schwingenden Lebenston in idealer Weise, indem es mithilft, durch seine Vibrationen den Energiefluss in Körper und Seele zu harmonisieren.
Klangreise mit verschiedenen Instrumenten
Eine geführte Meditation und Klangreise durch den eigenen Körper und in die innere Seelenlandschaft ist ein eindrückliches Erlebnis. Hierbei werden ausser dem Chromatochord auch andere Naturtoninstrumente eingesetzt wie Gong, Klangschalen, Flöte oder Trommel, die alle live gespielt werden. Ein weiteres wichtiges Klangmedium ist die menschliche Stimme.
Begleitet durch die feinen Melodien, die sich aus den natürlichen Obertönen des Grundtones entwickeln, verändern, auflösen, wieder neu bilden, begibt man sich in einen Bereich der Zeitlosigkeit, fühlt sich in einem grösseren Ganzen geborgen und aufgehoben. Es können Erinnerungen auftauchen, sowohl gute als auch leidvolle Erfahrungen nach oben kommen, welche dem Bewusstsein auf die Weise zugänglich gemacht werden und die Selbstheilungskräfte auf den Plan rufen.
Siyotanka indianische Liebesflöte
Die Tradition der „native american flute“ geht über 2500 Jahre zurück, nahm nach Überlieferungen ihren Anfang beim Stamm der Lakota und verbreitete sich über ganz Nordamerika. Ihr warmer, sanfter Ton vermittelt Geborgenheit und Tiefe und ihre Melodien scheinen ganze Geschichten mit dem eigenen Sein und Fühlen zu verweben. In der Tradition der Indianer hat jedes Lebewesen seine eigenen Heillieder, Liebeslieder, Lebenslieder, Trauerlieder, Tanzlieder, also seine persönliche Art und Weise, mit den Kräften der Schöpfung in Verbindung zu treten. In der Klangtherapie wird sie intuitiv gespielt, indem sie in eine harmonische Beziehung zum Energiesystem der betreffenden Person tritt.
Klangschalen
stammen im allgemeinen aus Tibet, Nepal oder Nordindien und werden aus verschiedenen Metalllegierungen hergestellt, je nach Qualität. Es gibt sie in vielen Grössen, sie haben einen bestimmten Grundton und können bis zu fünf Obertöne erzeugen. Ihr Ton ist fein und sanft, sie klingen lange aus bis in eine absolute Stille hinein. Beim Zuhören entsteht mit der Zeit eine grosse Ruhe und tiefe seelisch-körperliche Entspannung. Klangschalen werden therapeutisch im Energiefeld des Körpers eingesetzt, können bei Bedarf auch auf bestimmte Körperregionen aufgesetzt werden, wo sie eine feine und tiefgehende Klangmassage bewirken.
Gong
Im Gegensatz zu Klangschalen und Monochord hat der Gong eine grosse Kraft und ein Energiepotential, das bis an die Grenze des Erträglichen und darüber hinaus gehen kann. Sein Spektrum reicht von leise, verhaltenen Klangräumen von grosser Weite bis zu Klangwellen von elementarer Wucht. Das Spielen eines Gongs ist beeindruckend und man wird oft vom „Klangwillen“ des Gongs überrascht, der sich, hat man ihn erst in Gang gesetzt, wie verselbständigt. Dieser Spieldialog kann tiefgehende Empfindungen auslösen und damit auch zu unerwarteten, aber heilsamen Reaktionen führen.
Stimme
Nebst dem eigenen aktiven Singen und „Tönen“ ist es auch möglich, sich besingen zu lassen, besonders im Zusammenhang mit einer Klangmassage auf der Klangliege. Bei jedem Menschen entstehen beim Besingen ganz eigene Töne und Klangfarben, denn ein menschlicher Organismus entspricht einem grossen Konzert aus harmonischen, aber auch disharmonischen Klängen. Diese Arbeit geschieht intuitiv durch ein Einfühlen in die entsprechende Körperregion oder das Thema. Die Heilwirkung der Töne beim Empfänger beruht auf Resonanz, d.h. sie treffen auf gleiche Schwingungsmuster und können so blockierte Energie zum Fliessen bringen.
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